Unter meinem Hashtag-Beitrag stellte mir ein Leser die beste Frage der ganzen Diskussion: Haben Sie beim Vergleich auch Thema und Format der Beiträge berücksichtigt? Wer LinkedIn Hashtags testen will, muss genau diese Frage beantworten können.

Ich habe mit Richard van der Bloms Algorithm Insights Report 2026 geantwortet. Er wertet viele Konten aus. Meine eigenen Zahlen hätten die Frage nicht getragen. Das ist der Grund.

Was mein Konto hergibt

Seit August 2025 habe ich 124 Posts veröffentlicht, nur 6 davon mit Hashtag. Von diesen 6 waren 2 Bildposts. Einer davon ist der Hashtag-Post selbst.

Dazu kommt die Streuung. Im September und Oktober 2025 erreichte ein typischer Post 150 bis 200 Impressionen. Von April bis September 2026 waren es pro Monat etwa 650 bis 1.500. Seit dem 08.04.2026 liegt der typische Wert bei einem Artikel bei 1.310, bei einem Dokument bei 791 und bei einem Bildpost bei 740 Impressionen.

Warum meine Beobachtung kein Test ist

Ich hatte geschrieben, meine Reichweite habe unter dem Verzicht auf Hashtags nicht gelitten. Das ist eine Beobachtung, kein Vergleich. Mir fehlen vergleichbare Posts mit Hashtags. Und weil meine Zahlen mit Format und Zeitraum stark schwanken, ginge ein Hashtag-Effekt darin leicht unter.

Was ein sauberer Hashtag-Test braucht

Gleiches Format, ähnliches Thema, ähnlicher Zeitraum. Dazu mehrere Beiträge je Variante, weil ein einzelner Post zu stark streut. Erst dann lässt sich ein Unterschied dem Hashtag zuordnen und nicht dem Zufall. Ohne diese Bedingungen vergleichen Sie nicht Hashtags, sondern Formate, Themen und Zeiträume.

Für Berater und Coaches heißt das: Wer aus wenigen Posts eine Regel ableitet, misst vor allem Zufall. Das gilt für meine Zahlen genauso wie für jede Pauschalaussage zu Hashtags.

Haben Sie LinkedIn Hashtags schon einmal sauber getestet? Was kam heraus?