Ich spare mir Hashtags auf LinkedIn inzwischen komplett. Die Daten geben mir wenig Anlass, damit wieder anzufangen.

Das alte Ritual

Jahrelang gehörte es fast zum Ritual: Beitrag fertig, drei bis fünf Hashtags drunter, veröffentlichen. Ich habe das selbst lange genug gemacht, wie vermutlich die meisten, die schon länger auf LinkedIn aktiv sind.

Was die Daten zeigen

Laut Richard van der Blom, dessen LinkedIn Algorithmus Report ich für meine eigene Auswertung regelmäßig heranziehe, verlieren Posts mit 3 oder mehr Hashtags rund 29% Reichweite gegenüber Posts mit höchstens 1 bis 2 präzisen Hashtags.

Die Erklärung: Der Interest Graph kann einen Beitrag anhand seines Inhalts thematisch einordnen. Angehängte Schlagworte sind für diese Einordnung nicht mehr nötig, teilweise wirken sie sogar wie ein Streuversuch, der die Zielgruppe eher verwässert als schärft.

Was ich mir inzwischen spare

Konkret bedeutet das für meine eigene Praxis:

  • keine fünf Schlagworte mehr unter jedem Beitrag,
  • keine riesigen Hashtag-Sammlungen mit unspezifischer Zielgruppe,
  • kein #business unter einem Business-Beitrag oder #motivation unter einer persönlichen Geschichte
  • keine Hashtags mehr allein aus alter Gewohnheit.

Stattdessen schreibe ich lieber so konkret, dass LinkedIn und die Leser bereits im Text verstehen, worum es geht.

Bei meinen eigenen Posts hat der komplette Verzicht bisher funktioniert – meine Reichweite hat darunter nicht gelitten. Deshalb bleiben Hashtags bei mir vorerst weg.

Prüfen Sie Ihre letzten Beiträge: Wie viele Hashtags stehen darunter – und hat sich das seit dem letzten Algorithmus-Update noch gelohnt?