Ein Kommentar unter meinem letzten Post hat mir eine Frage gestellt, die ich selbst nicht sofort beantworten konnte: Wie hebt man Begriffe barrierefrei hervor, wenn LinkedIn kein echtes Fett kennt?

Hashtags färben ein, machen aber nicht fett

Ein Hashtag-Wort wird auf LinkedIn farbig und anklickbar dargestellt, das hebt es optisch vom restlichen Text ab. Fett wird es dadurch aber nicht – echtes Fett kennt der normale Feed-Post technisch gar nicht.

Der verbreitete Trick mit einem Problem

Viele nutzen deshalb externe Unicode-Fettschrift-Generatoren. Diese Zeichen wirken fett, sind es technisch aber nicht: Sie stammen aus einem komplett anderen Zeichen-Set als das normale Alphabet, den sogenannten Mathematical Alphanumeric Symbols.

Warum das ein echtes Problem ist

Für Menschen, die sich Beiträge vorlesen lassen, etwa bei Sehbehinderung, wird das zur Hürde. Vorlesefunktionen reagieren auf diese Zeichen auf drei Arten:

  • Sie erkennen sie gar nicht als Buchstaben
  • Sie überspringen sie komplett
  • Sie lesen sie einzeln buchstabiert vor

Der Inhalt wird dadurch unverständlich statt hervorgehoben.

Was stattdessen barrierefrei hervorhebt

Drei Alternativen, die ohne Formatierungs-Tricks auskommen:

  • Kurze Sätze und gezielte Zeilenumbrüche lenken die Aufmerksamkeit, ohne die Lesbarkeit einzuschränken
  • Eine klare Gliederung ersetzt Formatierungs-Schmuck
  • Wer wirklich echtes Fett oder Kursivschrift braucht, findet das nativ und barrierefrei in einem LinkedIn-Artikel oder Newsletter – beide unterstützen echte Textauszeichnung, im Gegensatz zum normalen Feed-Post

Prüfen Sie Ihre letzten Beiträge: Setzen Sie Hashtags oder Sonderzeichen zur Hervorhebung ein und wüssten Sie jetzt, wie es barrierefrei ginge?