Unternehmensseiten erreichen organisch deutlich weniger als persönliche Profile.
Die Zahlen im Detail
Wer LinkedIn hauptsächlich über die Unternehmensseite bespielt, macht es sich bei der organischen Sichtbarkeit unnötig schwer. Die aktuelle Metricool-Studie liefert dafür eine deutliche Zahl:
- Persönliche Profile: 2,6 % Engagement-Rate im Schnitt
- Unternehmensseiten: 1,6 % Engagement-Rate im Schnitt
Das entspricht rund 63 % mehr Engagement für persönliche Profile.
Was der Interest Graph damit zu tun hat
Diese Entwicklung zeigt sich auch in den eigenen Zahlen: Bei mehreren meiner Posts kamen zuletzt über 60 % der Impressionen von außerhalb meines Netzwerks – Menschen, die vorher weder Kontakte noch Follower waren, sondern über das Thema auf die Beiträge gestoßen sind.
Der Grund: Menschen folgen Menschen und deren Themen, nicht in erster Linie Logos oder Unternehmensnamen. Eine Unternehmensseite hat dafür strukturell weniger Angriffsfläche als eine Person mit erkennbarer fachlicher Positionierung.
Die Konsequenz für die eigene Strategie
Das ist der eigentliche Grund, warum ich hier zwei Profile parallel bespiele, statt alles über die Unternehmensseite zu fahren. Die Unternehmensseite zeigt, wer hinter einem Angebot steht – sie ist der Ort, an dem jemand landet, der bereits neugierig geworden ist. Die eigentliche Reichweite, die diese Neugier überhaupt erst erzeugt, kommt aber über die Profile der Menschen selbst.
Für Unternehmen heißt das nicht, die eigene Seite aufzugeben, sondern sie anders einzusetzen: als Anlaufstelle, nicht als primären Reichweitenkanal. Wer Wachstum über LinkedIn sucht, kommt an einer bewussten Strategie für die Profile der eigenen Führungskräfte und Fachleute kaum vorbei.
Setzen Sie selbst auf Ihr persönliches Profil, eine Unternehmensseite, oder bewusst auf beides parallel?





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