Seit März 2026 sind Reichweite und Engagement dieses Formats um 40 beziehungsweise 30 Prozent gesunken.

Rückgang bei Karussells

Die Zahlen stammen von Richard van der Blom, dessen laufende Analysen den LinkedIn-Algorithmus seit Jahren dokumentieren. Karussells galten lange als eines der stärksten Formate auf der Plattform, gerade weil sie Wischbewegungen und damit Verweildauer erzeugen. Seit März 2026 hat sich das spürbar verschoben. Gleichzeitig bleiben PDF-Dokument-Posts trotz guter Werte weiterhin selten genutzt – ein Format, das in der aktuellen Lage einen zweiten Blick verdient.

LinkedIn geht gegen KI-Slop vor

Parallel dazu verschärft LinkedIn den Umgang mit KI-generierten Masseninhalten. Beiträge lassen sich inzwischen direkt als „KI-Slop“ melden, ähnlich wie das Melden von Spam oder unangemessenen Inhalten. Die Funktion, mit der sich Beiträge per Klick durch KI „verbessern“ ließen, wurde zudem entfernt, obwohl sie erst vor Kurzem eingeführt worden war. Beide Schritte richten sich gegen dieselbe Art von Content: schnell produziert, austauschbar, ohne erkennbare eigene Handschrift.

Was das für die Content-Strategie bedeutet

Für mich gehören beide Entwicklungen zusammen. Kein Format bekommt mehr automatisch Reichweite, und austauschbare Inhalte haben es künftig schwerer, unabhängig davon, ob sie von Menschen oder von KI stammen.

Ich nutze KI selbst im Schreibprozess, gerade deshalb überrascht mich diese Entwicklung nicht: Wer sie nur nutzt, um schneller mehr zu produzieren, verliert Reichweite und damit die Sichtbarkeit, aus der Anfragen entstehen. Eigene Gedanken und erkennbare Bearbeitung entscheiden.

Wie stark wirkt sich diese Entwicklung bereits auf Ihre eigene Content-Planung aus? Wenn Sie Ihre LinkedIn-Strategie an die aktuelle Lage anpassen möchten, sprechen Sie mich gerne an.