Jetzt entscheiden Nutzer aktiv mit, welche Beiträge im Feed bleiben.

Der neue Menüpunkt: „Scheint ein KI-Slop zu sein „

Im „…“-Menü eines Beitrags gibt es jetzt den Punkt „Scheint ein KI-Slop zu sein“ – platziert zwischen „Kein Interesse“ und „Beitrag melden“. Kein eigenständiger Button, sondern ein zusätzlicher Menüpunkt, den man aktiv suchen muss. Der Rollout läuft schrittweise und ist aktuell noch nicht bei allen Profilen sichtbar.

Die Zahlen dahinter

  • Laut Analysen von Pangram stammen rund 41 Prozent der längeren und 30 Prozent der kürzeren LinkedIn-Beiträge vermutlich von einer KI.
  • LinkedIn-Produktchef Hari Srinivasan spricht von Milliarden automatisierter KI-Slop-Vorgänge, die die Plattform in den vergangenen Monaten abgewehrt hat.
  • Die Meldefunktion soll dabei helfen, die internen Klassifizierungsmodelle weiter zu trainieren.

Der KI-Schreibassistent verschwindet

Parallel zur Meldefunktion ersetzt LinkedIn den bisherigen KI-Schreibassistenten durch eine reine Korrekturfunktion, die den persönlichen Schreibstil erhalten soll, statt ganze Texte zu generieren. Das ist ein deutliches Signal: LinkedIn selbst rückt vom automatisierten Volltext-Assistenten ab.

Was das für Ihre Positionierung bedeutet

Für Berater, Coaches und Führungskräfte in technischen KMU ist das mehr als eine reine Produktänderung. Die Menschen, deren Vertrauen Sie gewinnen wollen, zeigen künftig noch direkter, welche Inhalte sie als glaubwürdig empfinden – ein Klick genügt, und ein Beitrag verschwindet aus deren Feed.

Für die eigene LinkedIn-Strategie bedeutet das im Kern: Reichweite über Menge wird noch unattraktiver, Substanz und eine erkennbare fachliche Perspektive werden zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Ich nutze KI selbst regelmäßig für Struktur, Recherche und erste Entwürfe. Die Perspektive und die Erfahrung kommen dabei von mir – genau das wird jetzt noch wichtiger.

Wenn Sie Ihre LinkedIn-Positionierung vor diesem Hintergrund überprüfen möchten, schreiben Sie mir gerne eine Nachricht.