LinkedIn entwickelt sich gerade in eine spannende Richtung. Die Plattform zeigt künftig nicht mehr nur Fähigkeiten an, die Nutzer selbst in ihr Profil eintragen. Mit den ersten App-Integrationen wird sichtbar, welche Anwendungen tatsächlich genutzt werden.
Mein Experiment mit Gamma und LinkedIn
Vor wenigen Tagen habe ich Gamma mit meinem LinkedIn-Profil verknüpft. Gamma nutze ich regelmäßig, um LinkedIn-Karussells für mich und meine Kunden zu erstellen.
Nach der Verknüpfung erschien in meinem Profil eine Einstufung, dass ich zu den Top 10 % der Gamma-Nutzer gehöre. Das war allerdings gar nicht der interessanteste Teil.
Viel spannender fand ich den automatisch erzeugten Beschreibungstext. LinkedIn erstellt diesen eigenständig anhand der tatsächlichen Nutzung der Anwendung. Ich konnte den Text weder schreiben noch bearbeiten.
Das zeigt, dass LinkedIn künftig offenbar stärker auf nachvollziehbare Nutzung setzt als auf frei formulierte Selbsteinschätzungen.
Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten
Wer Gamma bereits nutzt, kann die Verknüpfung schnell einrichten:
- Bei LinkedIn und Gamma anmelden.
- Die Verbindung bestätigen.
- Anschließend erscheint Gamma unter „Verbundene Apps“ im LinkedIn-Profil.
Der gesamte Vorgang hat bei mir nur wenige Minuten gedauert.
Was die Integration kann – und was nicht
Wichtig ist eine realistische Einordnung.
- Die Verbindung bestätigt, dass ich Gamma aktiv nutze. Sie dient als Nachweis meiner Erfahrung mit der Anwendung.
- Meine LinkedIn-Karussells entstehen trotzdem weiterhin direkt in Gamma. Die Verknüpfung übernimmt keine Inhalte und erstellt auch keine Präsentationen oder Karussells automatisch.
- Wer die Funktion aktiviert, erhält also keinen zusätzlichen KI-Assistenten. Sichtbarer wird lediglich die eigene Nutzung der Anwendung.
Warum diese Entwicklung interessant ist
Aus meiner Sicht könnte sich dadurch die Art verändern, wie Fachwissen auf LinkedIn wahrgenommen wird.
Bislang konnten Fähigkeiten einfach im Profil ergänzt werden. Ob jemand ein Tool tatsächlich regelmäßig nutzt, ließ sich kaum erkennen.
Mit den neuen Integrationen entsteht ein anderer Ansatz. LinkedIn beginnt damit, echte Nutzung sichtbar zu machen.
Gerade für Berater, Coaches und Solopreneure kann das interessant werden, weil praktische Erfahrung künftig leichter nachvollziehbar sein könnte.
Natürlich ersetzt diese Funktion weder Projekterfahrung noch Referenzen oder erfolgreiche Kundenprojekte. Sie ergänzt das Profil jedoch um einen weiteren Baustein.
Weitere Apps dürften folgen
Gamma gehört zu den ersten Anwendungen, die sich mit LinkedIn verbinden lassen.
Canva, Notion und Calendly sind aktuell noch nicht verfügbar. LinkedIn hat bereits angekündigt, dass unter anderem GitHub sowie Adobe Express und Adobe Firefly folgen sollen.
Sollte LinkedIn diesen Weg konsequent weitergehen, könnte sich die Plattform in den kommenden Monaten deutlich verändern. Profile würden dann nicht nur zeigen, welche Kompetenzen jemand angibt, sondern zunehmend auch, mit welchen Anwendungen tatsächlich gearbeitet wird.
Ich werde diese Entwicklung auf jeden Fall weiter beobachten.
Welche Anwendung würden Sie als Erstes mit LinkedIn verknüpfen?





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