Ein einziger, als KI erkannter Kommentar kostet aktuell 88 Prozent Reichweite.

Diese Zahl stammt aus dem Update zum LinkedIn-Algorithmus, das Richard van der Blom Mitte August 2026 veröffentlicht hat und das bestätigt, was sich seit Monaten abzeichnet: Wer täglich postet, schadet seiner Reichweite, und die Gründe dafür haben sich verschärft.

Themenrelevanz schlägt Postingfrequenz

LinkedIn bewertet Beiträge heute vor allem danach, ob sie zu einem klaren Themenfeld gehören. Der sogenannte Interest Graph sortiert Inhalte nach Themenclustern statt nach Followerzahl. Fachlich fokussierte Posts erreichen dadurch 65 Prozent ihrer Reichweite außerhalb des eigenen Netzwerks, persönliches Storytelling bleibt zu 70 Prozent im bestehenden Netzwerk.

Der Preis täglichen Postens

Wer jeden Tag veröffentlicht, weicht fast zwangsläufig vom eigenen Kernthema ab: Montag ein Fachbeitrag, Dienstag eine persönliche Geschichte, Mittwoch ein Branchentrend, Donnerstag ein Lückenfüller, weil der Redaktionsplan es verlangt. Der Algorithmus bestraft das inzwischen doppelt, mit weniger Reichweite pro Beitrag und einer verwässerten Positionierung.

KI-Kommentare werden hart bestraft

Ein als KI erkannter Kommentar verliert 88 Prozent seiner Reichweitenwirkung. Selbst der nächste, echte Kommentar startet danach mit 15 Prozent Minus. LinkedIn baut damit einen Trust Score für das Kommentarverhalten über die Zeit auf. Wer seine Aktivität automatisiert, riskiert inzwischen mehr als Reichweitenverlust: Die Vollsperre rückt näher.

Die Konsequenz

Positionierung schlägt Frequenz. An der Empfehlung aus dem März 2026 ändert sich dadurch nichts, 2 bis 3 Beiträge pro Woche mit klarem Themenfokus bleiben die verlässlichste Strategie.

Bevor der nächste Beitrag rausgeht, lohnt sich eine Frage: Passt er zu Ihrem Fachgebiet, oder füllt er nur den Redaktionsplan? Der LinkedIn-Algorithmus 2026 unterscheidet zwischen beidem inzwischen sehr genau.